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Kapitel 5

"Hilfe!!“, ertönte es hysterisch aus der Toilette. „Hier ist ein Toter. Warum kommt denn keiner?“ Es kamen zwei Kellner angerannt. „Beruhigen Sie sich junge Dame. Er ist nur bewusstlos. Rufen Sie lieber einen Arzt an, anstatt die anderen Gäste zu beunruhigen!“ Die Frau tat wie ihr geheißen und rief den Notdienst an. Kurze Zeit später traf er auch schon ein. „Wo ist der Mann? Lassen Sie mich durch!“, rief der Notarzt, doch man musste die Frau erst zur Seite zerren, ehe sie Platz machte. „Gehen Sie doch endlich, wir kommen nicht mit unserer Trage durch!“, brüllte er sie an. „Ja, ist ja gut, ich gehe doch schon.“ Ein Kellner brachte der Frau einen Drink, damit sie sich beruhigte, doch sie fing auf einmal wieder an zu schreien. „Wer ist dieser Mann? Wohin bringen Sie ihn? Warum geben Sie mir keine Antwort? Ich habe Sie etwas gefragt! Antworten Sie mir, sofort!“ Sie packte den nächstbesten Menschen am Arm und zog ihn zu sich runter. „Haben Sie das gesehen? Ich habe diesen Mann gefunden und diese unverschämten Personen geben mir nicht mal eine Antwort. Er lag einfach so da und hat sich bewegt, einfach so. Überall war Blut. Überall an seinem Körper. Von oben bis unten. Schrecklich! Was soll ich nur tun? Ich kann ihn doch nicht den Leuten überlassen. Wer weiß, was sie mit ihm machen. Das war doch kein Notarzt, so wie der mit mir geredet hat. Haben Sie seinen Kittel gesehen? Er war nicht mal sauber! Es waren Flecken, über Flecken. Rote Flecken. Seine Augen waren blutunterlaufen. Sein Gesicht war total blass, wie bei einem Toten. Unter seinem Kittel hatte er etwas schwarzes Samtenes an. Als er mich anschrie, dachte ich, Flammen seien in seinen Augen. Richtig unheimlich!“ Der Mann, ein gebildet aussehender elegant gekleideter Spanier, hatte ihr die ganze Zeit ruhig zugehört, doch jetzt meldete er sich zu Wort. „Wie konnten Sie das so schnell erkennen? Sind Sie sich sicher, dass es schwarzer Samt war?“, fragt er sie mit gebrochenem Deutsch. „Ja, bin ich mir sicher. Wollen Sie etwa behaupten, dass ich lüge?“ „Natürlich will ich das nicht behaupten, meine sehr verehrte Dame, aber sind Sie sich wirklich sicher?“ „Warum wollen Sie das wissen? Kenne Sie etwa diesen Mann?“, fragte sie argwöhnisch. Er überlegte kurz ehe er antwortete: „Ja, das könnte sein“, er verstummte, drehte sich um und ging hinaus. Er hörte nur noch, wie die Frau etwas murmelte. Könnte es wahr sein, was diese verwirrte Frau sagte, oder hat ihre Fantasie ihr nur einen Streich gespielt? Warum sollte er sich seit über einem Jahr wieder zeigen? Hat er vielleicht einen neuen Vampir geschaffen? Die letzten Male hatte man nur etwas von ihm gehört, wenn er in Schwierigkeiten war. Das Beste wäre, wenn er in seinen Akten nachgucken würde, wer in letzter Zeit vermisst wurde. Schnell stieg er in seinen alten Cadillac, 1960er Baujahr, und fuhr durch die, durch Laternen erleuchteten, Straßen und eine halbe Stunde später war er zu Hause. Kaum hatte er den richtigen Ordner gefunden, klingelte auch schon das Telefon. Es war sein Chef. „Guten Abend Herr Antonez, haben Sie Ihren Artikel schon fertig geschrieben?“ „Aber, es ist Samstagabend und der Artikel soll erst in drei Wochen abgegeben werden und ich habe noch nicht alle nötigen Informationen, die ich dazu brauche.“, entschuldigte er sich empört. „Der Termin hat sich geändert, das müssten Sie eigentlich wissen! Sie waren doch gestern in der Redaktion, oder etwa nicht?“ „Nein, ich war gestern nicht da“, gab er kleinlaut zu. „Gestern war ich im Museum um mir ein paar Notizen für meinen Artikel zu machen.“ „Sie sollten öfter kommen! Letztes Jahr haben Sie dauernd gefehlt. Fängt das jetzt wieder an?“ „Nein, natürlich nicht. Wie gesagt, ich war im Museum und falls Sie mir das nicht glauben, kann ich Ihnen gerne die Eintrittskarte mitbringen. Ich finde es empörend, dass ich Ihnen überhaupt dieses Angebot machen muss, damit Sie mir glauben.“ „So, jetzt regen Sie sich bitte wieder ab. Nein, Sie müssen nicht Ihre Eintrittskarten mitbringen. Warum sind Sie denn so durch den Wind? Haben Sie etwas Interessantes entdeckt?“ „Ja, na ja, das ist nur etwas, was meine eigenen Bedürfnisse angeht.“ „Sie würden mir aber mitteilen, wenn Sie etwas Besonderes sehen, dass sich gut verkaufen lässt, oder?“ „Natürlich“, antwortete er gezwungen. Danach wünschte der Chef noch einen schönen Abend und verabschiedete sich. Seufzend setzte er sich auf seine Couch und überlegte sich, was er vor dem Anruf machen wollte. Ihm fiel es nicht mehr ein. Er ging in die Küche und nahm sich ein Glas aus dem Schrank und schenkte sich Rotwein ein. Als er das Glas und den dunkelroten Wein betrachtete erinnerte er sich wieder an die Frau aus dem Restaurant. An diesem Abend hatte er eigentlich vorgehabt in seinem Stammrestaurant eine Kleinigkeit zu essen und dann zu Hause sich auszuruhen, doch das Glück war mal wieder nicht auf seiner Seite gewesen. Schon als er davor stand hatte er das Geschrei der verwirrten Frau gehört. Hatte sie sich bloß alles nur eingebildet oder war wirklich ein Vampir als Arzt verkleidet dort gewesen? Konnte man der Frau glauben? Jetzt fiel ihm wieder ein, was er machen wollte. Er ging in sein Arbeitszimmer, das bis an die Decke mit Akten voll gestopft war, und fand auch sofort seinen aufgeschlagenen Ordner. Zu seinem Verblüffen wurde niemand vermisst. Allerdings hatte man eine Woche zuvor eine stark verunstaltete weibliche blutleere Leiche gefunden. Sie war aus dem 16. Stock gefallen und hatte sich ihre Verletzungen angeblich von ihrem Aufprall auf dem Boden zu gezogen. Er erinnerte sich wieder an sie. Sie war knapp 20 gewesen und ihre Verletzungen waren ganz bestimmt nicht vom Aufprall gewesen. Außerdem hatte er kleine Bisswunden am Hals gefunden. Ihm war damals sofort klar gewesen, dass es ein Vampir gewesen sein musste, etwas anderes konnte er sich nicht denken. Er hatte aber nie herausgefunden von welchem. Er notierte sich die Beschreibung der Frau über den Arzt und dann las er sich den Bericht noch einmal durch. Etwas machte ihn stutzig. Es war der schwarze Samt. Er kannte nur einen, der schwarzen Samt trug und das war Peter. Das Problem war, dass er ewig nichts mehr von ihm gehört hatte. Er wusste nicht, wo sich Peter zurzeit aufhielt. Josef fühlte sich auf einmal beobachtet. Er sah zum Fenster hinaus, doch er konnte nichts erkennen, da sich das Licht im Fenster reflektierte. Langsam drehte er sich und sah sich im Zimmer um. Die Regale und Lampen warfen unheimliche Schatten an die Wände. Schnell griff er unter seinen Tisch und schnappte sich seine Waffe. Zaghaft ging er aus seinem Arbeitszimmer und in den Flur. Er meinte ein Flüstern aus seinem Schlafzimmer gehört zu haben. Seine Waffe ladend ging er auf das Zimmer zu und schaltet das Licht an. „Hallo Josef!“

Entgeistert starrte er ihn an. Er wusste nicht was er sagen sollte. Das Beste ist, wenn er ganz ruhig blieb. „Hey! Habe lange nichts mehr von dir gehört. Wie geht es dir?“, fragte Josef. „Danke, mir geht es gut.“ „Was willst du von mir?“ „Warum bist du so unfreundlich?“ „Und warum beantwortest du meine Fragen nicht?“ „Du beantwortest meine doch auch nicht!“, stellte Peter fest. „Du bist hier aber in meinem Haus, in meinem Zimmer, verbrauchst meine Luft, deshalb musst du meine Fragen beantworten!“ „Ich muss gar nichts.“, entgegnete Peter lachend „das Einzige, wozu ich mich verpflichtet fühle, ist meine Aufsichtspflicht gegenüber Mina.“ „Wer ist Mina?“, fragte Josef verwirrt. „Sie ist meine Tochter“ „Du hast ein Kind?“ „Ja, mehr oder weniger.“ „Du meinst, du hast schon wieder einen Vampir gemacht?“ „In der Tat.“ „Wie lange ist das her?“ „Das sie zu eine von meinen wurde?“ „Ja.“ Er überlegte „ Ich weiß es nicht mehr“ „ Wie kann es sein, dass du dich nicht mehr daran erinnerst? Du weißt doch sonst immer alles so genau.“ „Das ist jetzt unwichtig. Ich bin zu dir gekommen, damit du raus findest wo Mina ist.“ „Das kann ich nicht machen“ „Warum nicht? Du bist doch ein Detektiv“ „Ich war einer, aber das ist lange her.“ „Fünf Jahre sind nicht lange“ „Vielleicht für einen wie dich. Ich musste meine Utensilien abgeben. Tut mir leid, ich kann dir nicht helfen.“ „Warum sprichst du das Wort nicht aus?“ „Welches Wort?“, fragte Josef verblüfft. „Vampir“, antwortete Peter mit einem Funkeln in den Augen. „Hast du ein Problem damit?“ „Natürlich nicht. Ich kann es hundertmal sagen, wenn es dich beruhigt.“, entgegnete Josef trotzig. „Dann mach es doch!“ „Warum sollte ich? Das ist doch Blödsinn“ „Das stimmt. Also, du willst mir nicht helfen? Na gut.“ Peter wendete sich ab. „Das hat nichts mit wollen zu tun. Ich kann es nicht. Wie gesagt, ich habe keine Hilfsmittel.“ „Ich kann dir alles besorgen, was du brauchst. Du musst nur sagen, was“ „Es gibt so viele Detektive, warum suchst du dir keinen anderen?“ „Wieso sollte ich jemanden beauftragen, der keine Ahnung von meiner Art hat? Er würde nur dumme Fragen stellen oder Angst bekommen, wenn er sie oder mich beim Einsatz sehen würde. Ich müsste mich bei ihm an die normalen Öffnungszeiten halten und könnte nicht mitten in der Nacht vorbei schauen.“ „Das ist nicht mein Problem“ „Ich kann es aber zu deinem machen. Ganz nebenbei: ich habe heute noch nichts gegessen.“ „Ok, ich übernehme den Job“, sagte er schnell, „Ich gebe dir eine Liste mit den Dingen, die ich brauche und sobald ich alles habe, fange ich an. Einverstanden?“ „Ja, aber beeile dich!“, antwortete Peter und verschwand so schnell wie er gekommen war. Erleichtert ließ sich Josef in seinen Sessel fallen. Er dachte über die Drohung nach und wie schnell er sie Wahr machen konnte. Was ist, wenn Peter nicht mit seiner Arbeit einverstanden ist? Würde er ihn umbringen? Er verwarf den Gedanken schnell wieder. Sie kannten sich schon lange genug. Er würde das nicht tun. Aber Mina lag ihm wohl am Herzen, denn er hatte nicht viel über sie geredet. Er hatte nur erwähnt, dass er sie suchte und dass er sich für sie verantwortlich fühlte. Angeblich konnte er sich nicht einmal daran erinnern, wann er sie geschaffen hatte! Das war sehr verwunderlich. Josef stand auf und ging in die Küche um seinen Wein auszutrinken, doch als er dort angekommen war hatte er keine Lust mehr auf Wein. Er nahm eine Kanne und füllte sie mit Teewasser. Anschließend öffnete er seinen Kühlschrank und holte sich Butter und Käse heraus, öffnete seine Brotdose und nahm ein großes Roggenbrot heraus, schneidete sich zwei Scheiben ab und legte sie in einen Brotkorb aus Weide. Während er den Tisch deckte, begann der Teekessel zu pfeifen. Schnell nahm er sich aus dem Schrank zwei Kamillenteebeutel, verknotete sie mit dem Henkel der Kanne und goss das heiße Wasser darüber. Der Tee musste erstmal ziehen. Er verließ die Küche, ging ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher an. Nachdem er das getan hatte, ging er zurück in die Küche, nahm die Teebeutel heraus, stellte alles auf ein Tablett und ging ins Wohnzimmer um dort die Nachrichten zusehen. Sie berichteten gerade über eine männliche Leiche, die im Park gefunden wurde. Anscheinend wurde der Mann vor seinem Tod verfolgt, doch die Todesursache war unbekannt. Was man allerdings feststellen konnte, war, dass die Leiche blutleer war. Der Grund war unklar. Das war genug für ihn. Er schaltete den Fernseher wieder aus und hörte Radio. Doch auch dort wurde über diesen grausigen Fund berichtet.
Kurz darauf saß er in seinem Arbeitszimmer und verputzte, über seinen Akten gebückt, sein Käsebrot. Ihm war klar, dass ein Vampir diesen Mann umgebracht hatte, doch er wusste nicht welcher es war. Er musste mehr über die Tatzeit herausfinden. Doch wie sollte er es anstellen? Das Beste wäre, wenn er sich erst ausruhen würde, denn er hatte einen langen aufregenden Tag hinter sich.

Fahrt

 

 

Sie musste vorsichtiger sein. Überall berichtete man bereits über ihren Mord, Peter würde sie so sicher schnell finden. Wahrscheinlich suchte er sie schon, damit er sie sich über sie lustig machen konnte. Mina dachte noch eine Weile darüber nach, während sie durch die Stadt wanderte. Niemand bemerkte ihre blasse Haut, ihren betrübten Blick. Sie wollte sich ablenken und ging deshalb ins Kino. Dort zeigte man allerdings nur alte Filme, die sie entweder schon gesehen hatte oder sie nicht interessierten. Außerdem erinnerte sie dort alles an ihn. Sie musste raus aus dieser Stadt! Kurz darauf saß sie im Zug. Er fuhr sie in eine andere Gegend, dort hin, wo sie niemand kannte. Dort hin, wo niemand wusste, was geschehen war. Dort hin, wo niemand wusste, dass jemand getötet wurde. Der Zug fuhr an kleinen und großen Städten vorbei. Vor seinem Fenster kam und gingen Wälder und Felder. Leute stiegen ein und wieder aus. Die einzige Person die blieb war Mina. Sie dachte an ihre menschliche Zeit zurück. So schlimm war sie nie gewesen. Sie musste sich nie verstecken, nie wegrennen. Sie wollte studieren und eine erfolgreiche Sozialpädagogin werden. Sie hätte sich eine Eigentumswohnung hoch über den Wolken und einen Hund gekauft. Einen großen, schwarzen, flauschigen, der sie vor Einbrechern beschützte oder der sie getröstet hätte, wenn sie Liebeskummer oder andere Probleme hätte. Für eine Wohnung und einen Hund war es jetzt noch nicht zu spät, aber studieren könnte sie jetzt wohl nicht mehr. Sie würde sich erkundigen. Wie sie Geld beschaffen würde, wusste sie schon. Als der Zug an der Endstation hielt, stieg sie aus und machte sich auf die Suche nach ihrem nächsten Opfer. Doch bald verging ihr die Lust. Sie wanderte durch die Straßen ohne ein bestimmtes Ziel. Die Luft war schwer und bedrückend, wie ihr Gemüt. Mina steckte voller Trauer. Sie wusste nicht wohin mit sich. Mina hatte das Gefühl überall falsch zu sein. Während sie durch die hintersten und dunkelsten Gassen lief, fiel ihr ein altes Lagerhaus auf. Sie ging rein und betrachtete die zerbrochenen Fenster und Türen. Sie folgte den Treppen hinauf auf das Dach, setzte sich hin und verschaffte sich über die Stadt, in der sie gelandet war. Eine weile hing sie ihren Gedanken nach, doch dann rückte der Morgen näher und sie ging wieder hinunter. Irgendwo musste es doch einen Keller geben! Sie gelang in einen Raum, der wohl einmal als Küche gedient hatte. Dort war eine Tür, die weitere Treppen verborgen hielt. Mina stieg sie hinab und kam in einen größeren Raum, offensichtlich war dies das ehemalige Lager. Man konnte noch Kisten und Kartons finden. Etwas Styropor und Stroh lag herum, es diente anscheinend als Schutz. Für Mina sollte es eine weichere Unterlage sein, als der harte Boden. Sie bastelte sich eine Art Bett in der dunkelsten Ecke und legte sich schlafen.

 

 

 

Mit geschlossenen Augen lag sie da und hörte auf die Geräusche rund um sie herum. Sie hörte Autos ein paar Straßen weiter fahren, die jetzt auf dem Weg nach Hause oder zu einer Feier waren. Vielleicht machten auch einige Fahrer eine Geschäftsreise. Diese wollten wohl die leeren Straßen der Nacht nutzen. Sie hörte den Wind in den Bäumen rauschen. Er brachte eine angenehme kalte und trockene Luft. Die letzten Tage waren sehr warm gewesen, sodass der Wind vielen Menschen und Wesen recht Willkommen war. Er fegte die Blätter davon. Vielleicht kündigte er auch ein Gewitter an. Sie wusste es nicht. Er schien stärker zu werden. Ein Gewitter würde die Luft für wenigstens einen Tag aufklären und die schwachen Menschen hätten keine Kopfschmerzen mehr, überlegte sie. Plötzlich hörte sie einen Knall. Einen Schuss; genau über ihr. Sie öffnete zum ersten Mal an diesem Abend ihre Augen. Alles war dunkel. Sie hatte nichts anderes erwartet. Kurz überlegte sie wo sie war doch da fiel ihr wieder die Zugfahrt ein. Eine Fahrt ins Nirgendwo, aber auch wieder nicht. Mina stand auf. Sie wollte sehen was geschehen war. Langsam ging sie die Treppen hinauf, die aus dem Lager führten. Sobald sie draußen war, entdeckte sie auch schon den Grund für den Knall. Ein junger Mann war angeschossen worden, vom Täter fehlte jede Spur. Das Opfer war nicht gerade groß. Er hatte blondes Haar, blaue Augen, war sehr schmächtig und atmete schwer. Mina überlegte, was sie jetzt mit ihm machen sollte. Sollte sie ihm das Blut aussaugen? Sollte sie ihm ihr Blut und somit das ewige Leben geben? Oder sollte sie ihn einfach liegen lassen und dem Täter das Blut aussaugen? Egal was sie machen wollte, sie musste etwas trinken…und zwar schnell! Würde sie jetzt den Täter suchen, würde der Typ sterben, aber das wollte sie nicht. Also entschloss sie sich dafür, ihn in ein Krankenhaus zubringen. Irgendwo würde schon eins sein. Mina hob den jungen Mann hock und fragte ihn nach seinem Namen. Er hieß Ben. Um ihn sah es nicht gut aus, sie musste schnell handeln! Immer wieder sprach sie Ben an um ihn bei Bewusstsein zu halten, während Mina über die Stadt flog und Ausschau nach einem Krankenhaus hielt. Sie wollte ihm keinen Schrecken durch die Fliegerei einjagen, also achtete sie darauf, dass er den Boden nicht sehen konnte. Nach gar nicht all zu langer Zeit entdeckte sie die hellen Lichter des Krankenhauses. Mit letzter Kraft beschleunigte sie ihren Flug und landete anschließend, schnell aber sanft, unbemerkt vor ihm. Sie benachrichtigte durch Rufen einige Krankenschwestern, die rasch mit einem Rollstuhl ankamen und Ben mitnahmen. Ein Stück konnte sie die Leute begleiten, doch bald war ihr der Zutritt verwehrt. Das machte ihr nicht sonderlich viel aus. Sie beschloss nach dem Täter zu suchen und ging raus. In Bens Gedanken hatte sie nach dem Aussehen der Person gesucht, hatte aber nichts finden können. Er oder sie musste ihn wohl überraschend angegriffen haben. Vielleicht kannten sie sich auch nicht und er Mensch war bloß auf sein Geld aus? Da fiel ihr ein, dass sie nicht nach seinen Personalien oder seinem Portemonnaie geguckt hatte. Jetzt war es allerdings zu spät. Da sich die Suche als Ausweglos erwies, gab sie auf und schnappte sich einen Mann, der gerade seine Frau betrogen hatte, und trank sich endlich satt.

 




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